Er. Ja er. Er stand auf , und spürte gleich das etwas nicht stimmte. Die Vögel zwitscherten nicht wie sonst, der Wind blies nicht wie sonst um seine Nase als er das Fenster öffnete. Aus der Küche drang kein Radiolärm und sein Posteingang im Handy war auch leer. Ihm war als wäre etwas für ihn entschieden worden.Heute, dachte er, heute wird seine Freundin unglücklich werden . Er wird ihr sagen müssen, das er sie nicht mehr liebt, das er nicht mehr länger mit ihr zusammen sein kann.Wegen diesem anderen Mädchen. Er schämte sich dafür, das er es nicht schon früher tun konnte. Aber es gab auch einen Grund dafür... Seine Freundin, sie war fürchterlich krank, sie hat Leukemie. sie wird bald sterben, und seine Eltern baten ihn darum, sie solange nicht zu verlassen. auch wenn er sie schon lange nicht mehr liebt. Das konnte er seinem Mädchen natürlich nicht sagen, da war höchste Verschwiegenheit nötig, er hatte versucht ihr zu zeigen das er nur das Mädchen liebte dieses eine, wofür er seine Freundin heute verlassen wird, indem er ihr süße Songs aufnahm, sie ständig küsste ihr süße sms schickte, damit sie merkte das er sie liebt und nicht seine eigentliche Freundin. Das Mädchen, das er so liebte, fragte natürlich immer wieder danach wann er endlich Schluss machte, er vertröstete sie darauf hin immer wieder mit "bald mein Schatz". Er konnte es ihr nicht sagen, Schluss machen aber auch nicht.Jetzt hatte er sich dazu entschieden, es musste endlich geschehen. Ein kühler Wintertag, genau das richtige. Am Mittag würde er zu seiner Freundin fahren und ihr sagen das es vorbei war. Er liebte nun dieses eine besondere Mädchen, dieses Mädchen, das sein Herz erwärmt, nur wenn sie lächelt, die mit jedem Wort das sie spricht eine Gänsehaut bei ihm auslöste, dieses Mädchen nach dem er heimlich immer ausschau hielt wenn er in der Stadt ist. Sie war sein Schicksal davon war er überzeugt. Sie gehörten einfach zusammen.
Er setzte sich an seinen Laptop und öffnete das Postfach. Nichts. Das Telfon klingelte unten in der Küche. Seine Mutter rief ihn.
Am Telefon war seine Freundin.Sie wollte ihn sprechen. Er ging dran, und sie bat ihn jetzt schon zu ihr zu kommen. Er fuhr sich durch die Haare, schaute in den Spiegel, er musste vielleicht duschen, aber das hatte noch Zeit. Er ging zum Tisch, biss einmal in ein Croissaint und schaute auf die Tageszeitung. Lies das Croissaint fallen und starrte in die Ferne. Eine Träne rann über seine Wange. Er fühlte sich leer und verlassen, kalt und unnütz. Und er konnte es nicht glauben. "16 Jähriges Mädchen bei Zugunglück gestorben". Mit dem Foto seines Mädchens darunter.
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