Donnerstag, 12. September 2013

Liebe gleich Glück ?

Auf der Suche nach dem Leben, vermutlich die dunkelste Zeit in meinem Leben.. diese Geschichte haben viele Leute gelesen und jetzt, nach all der Zeit stoße ich auf meinen in Vergessenheit geratenen Blog.. Ich bin verliebt.. unsterblich.. seit ich die Schule wechselte um mein Abitur zu machen lernte ich jemanden kennen, der mir Buchstäblich immer wieder den Atem raubt.. Wir sind gute Freunde, wir unternehmen viel zusammen, schreiben Tag und Nacht, sitzen in der Schule zusammen und in den Pausen ist er auch bei mir, er ist so süß zu mir dass man meinen könnte wir wären zusammen, und vor etwa einem halben Jahr habe ich ihm bereits gesagt dass ich mich in ihn verliebt habe.. Die Antwort die ich darauf bekam war mehr als Herzzerreißend.. Er wollte nur mit mir befreundet sein.. Ich bin froh, das wir noch befreundet sind, dass wir es hinbekommen haben Menschen zu sein, die trotz dieses Ereignis noch genauso gut, ja, vielleicht sogar besser miteinander aus zukommen.. aber ich liebe ihn genauso wie am ersten Tag.. wenn ich ihn ansehe, und ich sehe ihn oft an, da wir nicht nur auf die selbe Schule gehen sondern auch jegliche Freizeit miteinander verbringen, würde ich ihn am liebsten küssen, von ihm gehalten werden, seine starken Arme um meinen Körper spüren, und ihm sagen dass ich ihn liebe.. Man kann sagen dass er meine große Liebe ist. Und manchmal wenn er auf meinem Bett sitzt, und wir uns in die Augen sehen, versuche ich in seinen Augen Liebe zu finden.. aber das, wird vermutlich nie der Fall sein.. Manchmal flüstere ich ihm heimlich, so leise dass er es gar nicht hören kann zu, dass ich ihn liebe, einfach um es auszusprechen, weil ich es ihm am liebsten den ganzen Tag sagen würde. Wenn man diesen einen Menschen gefunden hat, der mit seiner bloßen Anwesenheit das Gefühl völliger Geborgenheit und Liebe auslöst, sollte man ihn nicht gehen lassen, es sei denn er braucht dich nicht so sehr wie du ihn. Es ist das traurigste das ich je gefühlt habe, aber die Freundschaft zu beenden, solange ich ihn in meiner Nähe habe, solange ich mit ihm auf die selbe Schule gehe, nein.. ich könnte den Anblick nicht ertragen, ihn zu sehen und zu wissen er wird mich nie lieben, ist besser, als der Gedanke ich würde nie wieder ein Wort mit seiner schönen tiefen und beruhigenden Stimme hören.. Diesen Menschen brauche ich zum überleben, und darüber zu bloggen hilft mir die Gefühle die sich anstauen, Tag für Tag, mit jeder Begegnung und jeder Nachricht von ihm zu bewältigen. Ich hoffe das mir viele Leute zuhören..

Sonntag, 25. Dezember 2011

Beginn

Sie lief. Sie wollte weg von alle dem. Sie hörte sein Lied. Das Lied das er aufgenommen hatte für sie.Natürlich heimlich so wie alles was er für sie tat. Es ging ja nicht anders das hatte sie akzeptiert. Er hatte eine Freundin sagte er immer wieder und er kann sie nicht verletzten. Aber lieben würde er ganz sicher sie. Ja. Niemanden sonst.
Tränen liefen ihr übers Gesicht als sie daran dachte. Sie sucht den Fehler immer bei sich. Er kann nicht mit ihr zusammen sein weil sie nicht beliebt ist. Er kann sie nicht öffentlich lieben weil sie zu unscheinbar ist ja genau das ist es. Sie lief weiter. Sie wusste auch nicht warum ihre Beine trieben sie voran einfach so. Ihre tränen rannen übers Gesicht. Wenn es nur jemand wüsste wenn nur jemand ihren Schmerz teilen würde. Sie wollte nicht mehr. Ihre Beine verfielen in ein rhythmisches rennen. Sie lief und lief und lief. Und dann, blieb sie einfach stehen ,schloss die Augen, hauchte noch ein letztes mal ich liebe dich, bevor der Zug ihren Körper mit sich riss.

Er.

Er. Ja er. Er stand auf , und spürte gleich das etwas nicht stimmte. Die Vögel zwitscherten nicht wie sonst, der Wind blies nicht wie sonst um seine Nase als er das Fenster öffnete. Aus der Küche drang kein Radiolärm und sein Posteingang im Handy war auch leer. Ihm war als wäre etwas für ihn entschieden worden.Heute, dachte er, heute wird seine Freundin unglücklich werden . Er wird ihr sagen müssen, das er sie nicht mehr liebt, das er nicht mehr länger mit ihr zusammen sein kann.Wegen diesem anderen Mädchen. Er schämte sich dafür, das er es nicht schon früher tun konnte. Aber es gab auch einen Grund dafür... Seine Freundin, sie war fürchterlich krank, sie hat Leukemie. sie wird bald sterben, und seine Eltern baten ihn darum, sie solange nicht zu verlassen. auch wenn er sie schon lange nicht mehr liebt. Das konnte er seinem Mädchen natürlich nicht sagen, da war höchste Verschwiegenheit nötig, er hatte versucht ihr zu zeigen das er nur das Mädchen liebte dieses eine, wofür er seine Freundin heute verlassen wird, indem er ihr süße Songs aufnahm, sie ständig küsste ihr süße sms schickte, damit sie merkte das er sie liebt und nicht seine eigentliche Freundin. Das Mädchen, das er so liebte, fragte natürlich immer wieder danach wann er endlich Schluss machte, er vertröstete sie darauf hin immer wieder mit "bald mein Schatz". Er konnte es ihr nicht sagen, Schluss machen aber auch nicht.Jetzt hatte er sich dazu entschieden, es musste endlich geschehen. Ein kühler Wintertag, genau das richtige. Am Mittag würde er zu seiner Freundin fahren und ihr sagen das es vorbei war. Er liebte nun dieses eine besondere Mädchen, dieses Mädchen, das sein Herz erwärmt, nur wenn sie lächelt, die mit jedem Wort das sie spricht eine Gänsehaut bei ihm auslöste, dieses Mädchen nach dem er heimlich immer ausschau hielt wenn er in der Stadt ist. Sie war sein Schicksal davon war er überzeugt. Sie gehörten einfach zusammen.
Er setzte sich an seinen Laptop und öffnete das Postfach. Nichts. Das Telfon klingelte unten in der Küche. Seine Mutter rief ihn.
Am Telefon war seine Freundin.Sie wollte ihn sprechen. Er ging dran, und sie bat ihn jetzt schon zu ihr zu kommen. Er fuhr sich durch die Haare, schaute in den Spiegel, er musste vielleicht duschen, aber das hatte noch Zeit. Er ging zum Tisch, biss einmal in ein Croissaint und schaute auf die Tageszeitung. Lies das Croissaint fallen und starrte in die Ferne. Eine Träne rann über seine Wange. Er fühlte sich leer und verlassen, kalt und unnütz. Und er konnte es nicht glauben. "16 Jähriges Mädchen bei Zugunglück gestorben". Mit dem Foto seines Mädchens darunter.

Verloren.

Es gibt zwei Seiten der Liebe, die glückliche, die schöne Seite der Liebe, die Zeit in der man alle Sorgen vergisst, in der man sich geborgen und verstanden fühlt, die Zeit in der man für immer Sonntags morgen haben will, mit seinem Partner im Bett liegen und kuscheln unbeschwert von allen sorgen und Problemen. Aber es gibt auch die Schattenseite der Liebe, die zeit, die du nie vergessen wirst, die zeit die Narben in dein Herz macht, die Zeit, die dein Herz weinen lässt, auch wenn vielleicht ein lächeln auf deinen Lippen ist, es gibt diesen Schmerz, den man empfindet, wenn man hoffnungslos liebt. Diesen Schmerz, der deine ganze Umwelt betäubt und dich vergessen lässt, wofür es sich lohnt zu leben.

Die Tränen auf seinen Wangen waren bereits getrocknet,vor ihm lag das silberne und glänzende Jagdmesser seines Vaters, neben dem Jagdmesser das Bild und der Zeitungausschnitt seines Mädchens, sein Herzschlag war so laut, das du ihn wahrscheinlich gehört hättest wenn du neben ihm stündest, er starrte hinaus, man hatte einen so schönen Ausblick aus seinem Zimmerfenster, die Tür war verschlossen. seit Stunden versuchte seine Mutter in sein Zimmer zu gelangen, doch ihre Rufe verstummten langsam mit der Zeit, draußen sah man eine wunderschöne Schneelandschaft, Eisblumen,ein paar verirrte Schneeflocken, die Bäume von denen ein paar Eiszapfen hingen lagen so regungslos und schön da. Man könnte fast meinen, wenn man sich eine Weile neben ihn setzte und gemeinsam mit ihm in die ferne blickte, seinen lauten Herzschlag hörte, das für ihn alles in Ordnung wäre. Aber lässt man den Blick eine Sekunde zu seinem Gesicht schweifen, so erkennt man, das der Mensch der er einmal war nicht mehr der selbe ist. Seine Augen, sahen so traurig und glasig aus, das du, wenn du es nicht besser wüsstest, denkst, das du bis auf sein gebrochenes Herz sehen kannst. Während ich ihn betrachtete, fiel mir besonders seine Ruhe auf, er regte sich nicht, als sei er fest entschlossen, starrte nur in die Ferne, als warte er, auf ein Zeichen, oder sonst etwas.
Ich saß neben ihm, wusste nicht was ich sagen sollte, eigentlich konnte ich nicht ertragen, das er es tun wollte. Aber was könnte ich schon ausrichten, ich redete mit ihm, sagte es sei nicht seine Schuld, sagte ihm, das er ein anderes Mädchen finden würde, er würde vergessen, irgendwann mit Sicherheit. Natürlich wusste ich das das kompletter Schwachsinn war. Egal was du tust, wenn du liebst, gibt es kein vergessen, es gibt da nur verdrängen. Ich flehte ihn sogar an weiter zu machen, aber er konnte mich ja eh nicht hören. Also saß ich nun da, starrte mit ihm in die Ferne, und wartete. auf irgendwas, so wie er es auch tat. Es vergingen viel Zeit, vielleicht 2 Stunden oder 3, bis er sich regte. er nahm den Zeitungsartikel in die Hand, so als wolle er noch mal überprüfen, ob sich in der Zeit die er da saß etwas verändert hatte.Als er bemerkte, das immer noch dasselbe darin stand, faltete er den Zeitungsartikel zusammen, und tat ihn in seine Hosentasche. Er nahm das Jagdmesser, drehte es ein bisschen im Licht, so das hin und wieder die klinge aufblitzte reflektiert vom Licht.
Ich betrachtete ihn, so wie er da saß, so wie er überlegte wie er es am besten tut, und mit dem Messer spielte, wurde mir schwer ums Herz, und die erste träne lief über meine Wange.
Ich fing wieder an, ihm zu sagen, das er das Leben nicht wegwerfen konnte, ich sagte ihm er solle an seine Familie und Freunde denken, an mich, an sich, wie schön es doch eigentlich war. er konnte mich nicht hören das wusste ich, er konnte mich nicht spüren, das wusste ich auch. eigentlich aber konnte ich auch nicht da sitzen, deshalb hoffte ich auf die Möglichkeit das er mich trotzdem irgendwie hören könnte.
Ich weinte in meine Hände, es wurde still, ich blickte auf,und erschrak, er hatte die Klinge an seinem Handgelenk angesetzt, und sah mir fest in die Augen. Wilde Entschlossenheit und ein bisschen Wahn waren darin zu erkennen. es war unmöglich, aber es muss so gewesen sein er sah mich, denn er sagte," Habe keine Angst mein Liebling, gleich bin ich bei dir, ich liebe dich." mit einem lächeln auf seinen Lippen zog er das Messer durch, und durchtrennte seine Adern, sein Mund öffnete sich nochmal ein wenig, als wolle er was sagen, und dann verdrehte er die Augen.